Wissen & Streicheln
Die Wissenschaft der Berührung – und wie man sie spürt.

Unsere Haut ist nicht nur eine Grenze nach außen, sie ist auch ein feines Hörorgan für Nähe. In ihr liegen besondere Nervenfasern, die sogenannten CT-Fasern, die fast nur auf eine bestimmte Art von Berührung antworten: langsam, sanft, warm. Eine streichelnde Hand spricht direkt zu eurem Nervensystem, oft noch bevor ein Wort fällt.
Wenn diese Fasern angesprochen werden, geschieht im Körper etwas Leises und Schönes. Das Bindungshormon Oxytocin steigt, das Stresshormon Cortisol darf ein Stück weit sinken. Berührung wird so zu einer Sprache der Beruhigung, die ihr beide ohne große Anstrengung sprechen könnt, ganz in eurem Tempo.
Vielleicht kennt ihr auch das Gegenteil: Phasen, in denen Berührung knapp wird. Dafür gibt es ein schönes Wort, Skin Hunger, der Hunger der Haut. Dieses Modul lädt euch ein, dieser angeborenen Sprache mehr Raum zu geben, wenn ihr mögt, neugierig und ohne Ziel, einfach um zu spüren, was langsame Wärme mit euch macht.
Langsam, warm, ~3 cm/s, so spricht Berührung zum Nervensystem.
Praktiken
Gut zu wissen
Kurz erklärt, warum das wirkt — aufklappen, wenn ihr mögt.